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The Beauty and the Beast
Convince the Beast to rock sucht in der Musik immer wieder die Kontraste zwischen „schön und hässlich“.



Wir hatten die Gelegenheit zu einem Interview mit Convince The Beast To Rock! Hier die Resultate:

Wie seid ihr zum Musikmachen gekommen?
Ich denke, dass sich das alles nicht sonderlich von anderen Menschen - die in den 90er Jahren ihre Jugend durchlebten - unterscheidet. In der Schule wurden Platten, Tapes und später CD's herumgereicht. Da zählten nicht nur die coolsten Turnschuhe sondern auch die wieder modernen Band- und Festival-Shirts. In dieser Zeit war es gar nicht so leicht sich zwischen den aufgekommenen Musikszenen zu entscheiden, so haben wir auch Sprünge vom Metal/Rock, bis zum "Oldschool Hardcore", zum ("fast verboten soften") Liverpool-Grunge und zum melodischen (immer emotionaler werdenden...) Skate-Melodic-Punk durchlebt. Mit Sicherheit ist das der Grund, warum wir uns bis heute nie einem klar definierten Musikgenre verpflichten und innerhalb der Musik immer wieder die Kontraste zwischen "schön und hässlich" suchen. Früher, als wir (alle noch in unterschiedlichen Bands) mit dem Musikmachen begannen, waren wir bestimmt deutlich stärker mit "harter Musik" identifiziert - so wie es sich für unser damaliges Verständnis als "junge heranwachsende Männer" gehörte. Der größte Trugschluß war sicherlich, dass wir damit meinten den Mädchen imponieren zu können und uns absolut nicht darüber im Klaren waren, wie affig es ausgesehen haben muss - wenn wir mit wahlweise Dreadlocks oder Glatze im rechten Winkel mit herunterhängenden Armen zu Korn oder Biohazard "gemosht" haben.

Seit wann gibt es euch und wie entstand euer Name?
"Convince The Beast To Rock" gibt es seit 2004. Kurz zuvor hatte sich eine Zeit eingeschlichen, in der die Meisten von uns nach 10 Jahren Rockmusik entweder die Schnauze voll vom großen "Rockstar-Traum" hatten, sich auf Studium o. Beruf konzentrierten und dann letztendlich merkten, dass etwas (fast) lebenswichtiges fehlte: Ein kreatives Hobby auf der Ebene des Ausdrucks und des organisierten Zusammenseins unter Gleichgestrickten. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich mit unserem damaligen Sänger Niklas Schwarzenberg (Triple Oh) im UJZ Korn über alte Zeiten sinnierte und wir immer wieder auf den alten Wunsch, mal zusammen in einer neuen Konstellation Musik zu machen, zurückkamen. Damit war das Ding geboren. Ich rief meinen alten Drummer Martin Sjuts an und fast wie von selbst reihten sich Thorsten Klimpel und Torsten Memmen mit in unser "Hardcore-Projekt" ein. Einen Proberaum gab es noch in Herrenhausen, einige Songs hatte ich noch "auf Halde" und los ging's. Der Name wurde nach unserem ersten wirklichen Gig im Café Glocksee mit den großartigen Miami Golem und LevelOmania bewußt gesucht. Ich weiß noch, was das für ein bescheuerter Abend war: leicht frustriert von der Aussichtslosigkeit des übersättigten Musikmarktes (früher gab es auch mal ein paar Kröten für 'nen Gig...) kamen (leicht frustriert klingende) potenzielle Namen ins Spiel wie "Hasso Fuzz" oder "Fünf..." ... naja, vielleicht zu privat für das Interview. Schließlich entschieden wir uns für "Convince The Beast To Rock", ein wie ich finde sehr positiver und mit Hoffnung besetzter Name, der nach wie vor allerdings in den Plattenkritiken zwischen 1 und 10 Punkten zerrissen wird.
Im Jahre 2007/2008 mussten wir uns von Niklas trennen, da es alles zeitlich nicht mehr hingehauen hat. Dafür stieß dann Jochen Florian (ehemals Uphonic) als Hauptsänger hinzu. Hiermit gab es auch musikalisch den größten Wandel in der Geschichte von "Convince The Beast To Rock".

Was macht eure Musik aus? In welches Genre lässt sich eure Musik einordnen?
Das trifft's wohl am besten: "Independent Postpunk/Rock".

Mit welchen Künstlern würdet ihr euch auf keinen Fall vergleichen?
Fred Durst und Stefan Raab's Heavy Tones. Ich hoffe, ich kann da für alle sprechen.

Was war bisher euer größter Erfolg/Auftritt?
Schwer zu sagen.  Der größte Erfolg ist bei uns immer sehr damit gekoppelt, mit welcher Band wir spielen konnten und wie lustig der Abend war. Sehr in positiver Erinnerung sind mir ein Gig mit den unglaublich guten "Kenzari's Middle Kata" in der Sturmglocke geblieben und natürlich das Konzert mit den "Göttern" Gods of Blitz im Faust/60er-Jahre-Halle. Was uns mal abgesehen von Konzerten immer wieder sehr gut tut und vielleicht deshalb einen "Erfolg" darstellt, sind zahlreiche sehr positive Plattenrezensionen - also das Lob für unsere monatelangen Tüfteleien im Proberaum.

Ging auch schon einmal alles schief bei einem Auftritt?
Alles schief würde ich nicht sagen. Aber es gab Konzerte, wo das Line-up nicht passte, der Bühnensound eine Katastrophe war oder wir im Vorfeld einfach zu wenig geübt hatten. An einen Gig kann ich mich auch noch erinnern, wo wir alle zu betrunken zum spielen waren. Ansonsten gibt es natürlich immer ein unterschiedliches Empfinden. Derjenige, dem das Equipment auf der Bühne "um die Ohren fliegt", hat in der Retrospektive immer die negativsten Empfindungen.

Habt ihr ein Lieblingsthema bei euren Songs?
Wir releasen noch im Juli 2010 unseren ersten wirklichen Longplayer. "Walls, limits and the own right to exist" wird er heißen. Zunächst wird es kurz vor unserem Gig auf dem Fährmannsfest (So., 01.08.2010 um 17.00 Uhr) eine Aktion in Form eines " Pre-Online-Listenings" einer großen Auswahl an Songs vom neuen Album geben. Diese werden dann mit Erhalt der gedruckten "physischen" CD wieder entfernt. Die Texte sind zur Hälfte von Jochen und von mir. Der Inhalt lässt sich sehr gut durch den genannten Albumtitel erklären. Die innere Auseinandersetzung mit Themen wie Alltagsfrust, struktureller Gewalt, Liebe und Schuld soll hier einen Raum finden.

Wer ist eure Lieblingsband?
Da kann ich nur für mich sprechen. Meine absolute Lieblingsband gibt's noch nicht und befindet sich vielleicht zwischen At the drive in, Hot water music und Trail of dead.

Welche war eure erste CD?
Unser Debüt mit CTBTR war eine 6-Track-Demo, aufgenommen 2004 im Sportstudio Linden - noch mit N. Schwarzenberg am Gesang. Cooles Ding! - aber viel härter und diffuser als heute.

Wann würdet ihr sagen, dass ihr es geschafft habt?
Wenn auf unserer Beerdigung unser neues Album gespielt wird!

Habt ihr Einflüsse? Wenn ja von welchen Bands, Sängern, o.ä.?
Jeder bringt mehr oder weniger etwas von sich und seiner Lieblingsmusik ein. Ich finde es sehr schwer da genaueres zu zu sagen. Freunde ziehen manchmal - wenn überhaupt aber nur auf einzelne Elemente bezogen - Vergleiche mit Bands, wie z. B. Muse, Foo Fighters, Trail of Dead, Deftones, At the drive in herbei. Was für ein Lob! Aber auch: "Was für'n Quatsch! ;-)"



Für mehr Infos klickt auf: Convince The Beast To Rock

Foto: PM
Interview: Madeline


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Verfasst am: Dienstag, 24. August 2010





























  

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